Setlog : Lockdown in Vietnam führt zu Liefer...
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Lockdown in Vietnam führt zu Lieferverzögerungen

(Source: Pexels)
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Um bis zu 25 Tagen verspäten sich derzeit im Schnitt Warenlieferungen aus vietnamesischen Häfen. Bereits seit Monaten leiden die Unternehmen unter hohen Transportkosten und fehlenden Frachtkapazitäten. Im 4. Quartal bekommen einige Firmen zusätzlich die Auswirkungen des Lockdowns in Vietnam und die Folgen der immer wieder unterbrochenen Stromversorgung für chinesische Fabriken zu spüren. Nach Ansicht von Experten des Softwarehauses Setlog GmbH, Bochum, wird sich die Situation bis Ende 2021 nicht wesentlich verändern. Frühestens ab April/Mai 2022 werde es signifikante Erleichterungen geben, prognostizieren die Fachleute für Supply Chain Management. Für eine Analyse wertete das Unternehmen Daten von 100 Firmen und Marken aus den Jahren 2019 bis 2021 aus, die Setlogs SCM-Software OSCA nutzen. 

Aus dem Zahlenmaterial berechnete Setlog, dass sich Produkte aus Vietnam um durchschnittlich bis zu 25 Tage verspäten, ehe sie in Deutschland in den Warenlagern eintreffen. Dafür verglichen die Analysten Daten aus der 2. Jahreshälfte 2019 mit denen von 2021. Der Auswertung zufolge kommen überhaupt nur 17 % aller Lieferungen pünktlich an. Im Jahr 2019 waren es 70 %, 2020 rund 38 %.
Die Experten schauten sich speziell den Seefrachtbereich an. Die Transportzeit für Container aus Fernost verlängerte sich im Schnitt um 9 Tage, sie sind dieses Jahr bis zu 52 Tage auf Reisen. Doch nicht nur die Lieferungen aus vietnamesischen Häfen verspäten sich, auch Waren aus China treffen deutlich später ein als im Jahr 2019. Beispiel Schanghai: Die Transportzeit bis zum Lager in Deutschland betrug vor 2 Jahren im Schnitt 37 Tage, 2020 bereits 41 Tage und 2021 schließlich 48 Tage. Noch deutlicher waren die Unterschiede bei der Analyse des Hafens Yantian (28, 38 und 43 Tage). 

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