Lenzing : Weiterhin hohe Nachfrage nach holzb...
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Weiterhin hohe Nachfrage nach holzbasierten Fasern

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(Source: Lenzing AG)
(Source: Lenzing AG)

Im ersten Quartal 2022 (Q1/2022) war auch die Lenzing-Gruppe von steigenden Kosten und den extremen Entwicklungen an den globalen Energie- und Rohstoffmärkten betroffen. Lenzing konnte dennoch in diesem Zeitraum im Vergleich zu Q1/2021 die Umsätze erneut steigern und erreichte ein Plus von 25,7 % auf 615 Mill. €.
Dieser Anstieg ist primär auf eine anhaltend hohe Nachfrage nach holzbasierten, biologisch abbaubaren Spezialfasern und höhere Faserpreise zurückzuführen; der Anteil der Spezialfasern am Faserumsatz liegt derzeit bei 73,3 %. Die Ergebnisentwicklung spiegelt die Entwicklung der Energie-, Rohstoff- und Logistikkosten wider, wobei der anhaltende Fokus auf Maßnahmen zur strukturellen Ergebnisverbesserung in allen Regionen diesen negativen Effekt minderte. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ging um 7 % im Vergleich zum Vorjahr auf 88 Mill. € zurück. Die EBITDA-Marge verringerte sich von 19,3 auf 14,3 %.

Im März konnte die Lenzing AG, Lenzing/Österreich ein neues, hochmodernes Lyocellwerk in Thailand in Betrieb nehmen. Die Produktionsanlage, die mit einer Nennkapazität von 100.000 t/Jahr die größte ihrer Art ist, ging nach 2,5 Jahren Bauzeit und trotz der pandemiebedingten Herausforderungen planmäßig in Betrieb. Durch die Kapazitätserweiterung kann Lenzing die wachsende Nachfrage nach Lyocellfasern noch besser bedienen.

Lenzings‘ Ziel ist es, dass bis 2024 mehr als 75 % des Faserumsatzes aus dem Geschäft mit holzbasierten, biologisch abbaubaren Spezialfasern der Marken Tencel, Lenzing Ecovero und Veocel erzielt werden sollen. Mit der Eröffnung des Lyocellwerks in Thailand sowie den Investitionen in die bestehenden Produktionsstandorte in China und Indonesien wird Lenzing seinen Anteil der Spezialfasern am Faserumsatz bereits bis 2023 auf deutlich über die angestrebten 75 % steigern.

Die Umsetzung des Zellstoffprojekts in Brasilien sichert die Eigenversorgung mit Faserzellstoff ab und stärkt damit auch das Spezialfaserwachstum im Sinne der Unternehmensstrategie sCore Ten.

Durch die beiden Schlüsselprojekte in Brasilien und Thailand, aber auch mit den Investitionen an den bestehenden asiatischen Standorten in China und Indonesien in Höhe von mehr als 200 Mill. € entwickelt sich Lenzing weiter in Richtung gruppenweiter Klimaneutralität. Lenzing hat sich 2019 als erster Faserhersteller zum Ziel gesetzt, seine CO2-Emissionen bis 2030 um 50 % zu reduzieren und bis 2050 klimaneutral zu sein. Dieses Ziel wurde von der Science Based Targets Initiative anerkannt.

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