HS Niederrhein: Reduzierung von Mikroplastik ...
HS Niederrhein

Reduzierung von Mikroplastik im Abwasser

Im Forschungsprojekt TextileMission, einer Initiative gegen Mikroplastik in der Umwelt, ging es den Forschern der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach, um Vermeidungsstrategien beim Waschen – und um neue Materialien, die weniger Mikroplastik absondern.

Über 1.000 Waschvorgänge an Sport- und Outdoortextilien aus 100 % Polyesterfasern wurden in den letzten 3 Jahren durchgeführt und ausgewertet. Die mit Abstand höchsten Emissionen treten in den ersten 3 Wäschen eines Textils auf. Die Versuche zeigen, dass Textilien zwischen 50-850 mg faseriges Mikroplastik pro kg Textil über die Anzahl von 10 Wäschen in das Abwasser emittieren. Zwar werden bis zu 95 % der Kleinstpartikel in Kläranlagen zurückgehalten, dennoch muss man mit 2,1-49 t Eintrag in die Umwelt pro Jahr in Deutschland allein durch die Haushaltswäsche rechnen.

In Bezug auf Materialoptimierung und neue Konstruktionen sollten, insbesondere für den Sportbereich emissionsärmer gestaltete Materialien entwickelt werden. Das Forscherteam konzentrierte sich hierbei besonders auf die Fleece-Textilien. Dabei stellen biologisch abbaubare Fasern eine mögliche Alternative zu synthetischen, nicht abbaubaren Fasern dar.

Dieses Projekt wurde mit rund 1,7 Mill. € vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Berlin, gefördert. Nach 3 Jahren Forschung wurden nun im Rahmen einer ganztägigen digitalen Abschlusskonferenz die wesentlichen Erkenntnisse der Forschungsarbeit in Fachvorträgen vorgestellt. Über 200 Interessierte aus Wirtschaft, Forschung, Lehre und Politik aus der ganzen Welt nahmen an der Konferenz teil.

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