Fraunhofer IGCV : Recycling von Carbonfasern...
Fraunhofer IGCV

Recycling von Carbonfasern mit Papiertechnik

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Fiber preparation for wetlaid nonwoven production (Source: A3/Christian Strohmayr)
Fiber preparation for wetlaid nonwoven production (Source: A3/Christian Strohmayr)

Carbonfaserverbundwerkstoffe werden in verschiedenen Anwendungen, wie z.B. in der Luftfahrtindustrie, in Windkraftenergieanlagen, im Automotive-Bereich und bei der Herstellung von Sportgeräten, eingesetzt. Entlang der Prozesskette und am Ende der Nutzungsphase entstehen verschiedene Arten von Abfällen, die wiederverwertet werden sollten. Mit einer hochmodernen Nassvliesanlage forscht das Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV, Augsburg, nun an der Rückführung recyklierter Carbonfasern. Die Anlagenprozesse ähneln der einer Papierherstellungsanlage. Der entscheidende Unterschied: nicht Papierfasern werden zu Papier, sondern recycelte Carbonfasern werden zu Vliesstoff-Rollwaren verarbeitet. Die Carbonfaser bekommt somit ein zweites Leben und findet sich umweltfreundlich in Form von Vliesstoffen z.B. in Türverkleidungen, Motorhauben, Dachstrukturen, als Unterbodenschutz (Automobil), Hitzeschildern (Helikopter-Heckausleger) sowie im Flugzeug-Interieur wieder. 

Die Nassvliesanlage am Institutsstandort in Augsburg kann jegliche Fasermaterialien wie Natur-, Regenerat- und Synthesefasern aber vor allem auch recycelte Carbonfasern zu innovativen und neuartigen Vliesstoffen verarbeiten. Dabei ist die Anlage gezielt als Pilot-Linie im Technikums-Maßstab ausgelegt und bietet hohe Flexibilität hinsichtlich Materialvarianten und Prozessparametern. Zudem wird eine ausreichend hohe Produktivität gewährleistet, um nachfolgend skalierte Verarbeitungsversuche zu ermöglichen.

»Die Nassvliestechnologie für die Verarbeitung technischer Fasern erfährt derzeit eine Revolution, die auf eine jahrhundertealte Tradition der Papierherstellung zurückgeht.«
Michael Sauer, Forscher am Fraunhofer IGCV

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