FKT : Neue Zukunftsstudie Kreislaufwirtschaft
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Neue Zukunftsstudie Kreislaufwirtschaft

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(Source: imago / Panthermedia)
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Zu viele Textilien landen aktuell im Abfall und auch ein Teil der Altkleidern wird ins Ausland exportiert. Bislang kann nur ein kleiner Anteil hochwertig recycelt werden. Momentan fehlt es noch an Recyclingtechnologien, mit denen sich beispielsweise auch Mischgewebe auftrennen lassen. Hinzu kommen Technische Textilien, für die es bislang ebenfalls an Recyclingverfahren fehlt. Ausgediente Carbonfaserverbundwerkstoffe etwa lassen sich heute ebenso wenig hochwertig recyceln wie Textilien aus Kraftfahrzeugen, die mit Kunststoffen und Schäumen verbunden wurden.
Um die Abfallmengen zu reduzieren und insgesamt nachhaltiger zu produzieren, sollte es der Textilindustrie in den kommenden Jahren gelingen, eine umfassende Kreislaufwirtschaft aufzubauen, die alle Stufen der Wertschöpfungskette von der Gewinnung der Rohstoffe bis zur Wiederverwertung der textilen Produkte umfasst. Die Herausforderung besteht darin, dass sich die Textilindustrie wie kaum eine andere Branche über Dutzende von Prozessschritten und Wertschöpfungsstufen erstreckt.
Mit welchen Maßnahmen sich trotz dieser Herausforderungen eine Kreislaufwirtschaft realisieren lässt, zeigt die Broschüre „Kreislaufwirtschaft – Textile Kreisläufe schließen, Zukunft gestalten “, die das Forschungskuratorium Textil (FKT), Berlin, zusammen mit dem Institut für Innovation und Technik (iit), Berlin, erarbeitet hat. Auf fast 150 Seiten wird im Detail erläutert, mit welchen Maßnahmen sich die Probleme in den kommenden Jahren lösen lassen.
Wie bereits die im Jahr 2020 erschienene Zukunftsbroschüre »Perspektiven 2035« des FKT überblickt die aktuelle Studie den Zeitraum bis zum Jahr 2035. Die Ergebnisse beruhen auf den Aussagen und Einschätzungen von Textilexperten und stellen nicht nur eine Bestandsanalyse dar.

Zentrales Element der neuen Studie waren 4 große Workshops zum Thema Kreislaufwirtschaft, an denen insgesamt jeweils 50 Fachleute teilgenommen haben. Darin zeigte sich, dass die Branche aktuell noch eine Reihe von Hindernissen sieht, die die Entwicklung von Kreislaufprozessen erschweren. So sei noch offen, mit welchen Produkten und Services die Unternehmen in einer künftigen Kreislaufwirtschaft Geld verdienen können. Wie ist die Wertschöpfung organisiert? Welche Technologien werden entwickelt? Solche zentralen Fragen tauchten während der Workshops immer wieder auf. In der Broschüre werden die Herausforderungen und Hindernisse übersichtlich auf 3 Säulen aufgeteilt: Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft.  
 
»Die Sammler und Sortierer von heute sind die Rohstofflieferanten von morgen. Wir müssen Alttextilien, egal ob Bekleidung, Produktionsabfall, Heimtextilien oder auch Technische Textilien, als wertvollen Rohstoff begreifen. Die Materialströme müssen kalkulierbar gemacht werden und die Zusammensetzung digital erfasst werden. Nur so lässt sich ein wirtschaftliches Recycling im industriellen Maßstab aufbauen.«
Johannes Diebel, Geschäftsführer des FKT

Die Studie wird sowohl online als auch in limitierter Druckauflage erhältlich sein.

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