DITF : Globaler Industrie-4.0-Ansatz für Proz...
DITF

Globaler Industrie-4.0-Ansatz für Prozessmanagement

Meist gelesen

Damaged conductive component of a yarn (Source: DITF)
Damaged conductive component of a yarn (Source: DITF)

Digitalisierte Fertigungsverfahren ermöglichen eine individualisierte Produktion. Eine geringe Fehlerquote ist besonders bei E-Textiles wichtig, da Fehler bei den smarten Zusatzfunktionen in Textilien oft erst am Ende der Wertschöpfungskette erkannt werden. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF), Denkendorf, entwickeln für das Prozessmanagement einen globalen „Industrie 4.0-Ansatz“, der bereits bei der Garnherstellung beginnt und sich über alle Prozessketten erstreckt.

Für hochelastische smarte Textilprodukte werden Garne verwendet, die häufig sowohl aus leitfähigen als auch nichtleitfähigen Komponenten bestehen. Dazu werden z.B. konventionelle hochelastische Garne mit leitfähigen Feinstdrähten umwunden. Die Elastizität der Garnkomponente bleibt auf diese Weise weitgehend erhalten. Beim Stricken werden die Fäden jedoch so stark belastet, dass die leitfähigen Garnkomponenten geschädigt werden können. Da dabei häufig nicht das gesamte Garn bricht, wird bei den derzeitigen Produktionsabläufen der Fehler während des Strickprozesses nicht erkannt.
Um Fehler der elektrischen Eigenschaften bereits während des Herstellungsprozesses zu erkennen, werden im Forschungsprojekt SensorStrick 4.0 Prozess- und Umgebungsdaten bei der Textilproduktion in verschiedenen Prozessstufen erfasst. Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF), Denkendorf, entwickeln für das Prozessmanagement einen globalen „Industrie 4.0-Ansatz“, der bereits bei der Garnherstellung beginnt und sich über alle Prozessketten erstreckt.

Dazu werden Umwinde- und Flachstrickmaschinen mit verteilter Sensorik ausgerüstet, die Temperatur, Feuchte, Licht, Näherung und Fadenzugkraft sowie die Fadengeschwindigkeit misst. Zusätzlich überwachen Mikrofone die Geräusche in der direkten Produktionsumgebung. Darüber hinaus werden neue kostengünstige Sensoren entwickelt. Diese Sensoren sind so ausgelegt, dass sie in möglichst vielen Textilprozessen eingesetzt werden können, ohne sie aufwendig an unterschiedliche Abläufe anpassen zu müssen.

Im weiteren Projektverlauf werden die Sensoren bei der Herstellung hochelastischer Umwindegarne und Strickteile eingesetzt und dabei getestet wie effektiv die auftretenden Fehler erkannt werden.

Your Newsletter for the Textile Industry

From the industry for the industry – sign up for your free newsletter now

 
To differentiate your newsletter registration from that of a bot, please additionally answer this question:
stats