Typ IIR: Wohin mit den Masken „Made in German...
Typ IIR

Wohin mit den Masken „Made in Germany“?

 Quelle: Typ IIR
Quelle: Typ IIR

Vor einem Jahr zu Beginn der Coronapandemie kamen fast alle Mundschutzmasken, aber auch medizinische Schutzausrüstung aus China. Das Bundeswirtschaftsministerium stellte verschiedene Förderprogramme für deutsche Unternehmen auf, mit dem Ziel unabhängiger von China zu werden. Laut Bundeswirtschafsminister Altmaier sollte eine Produktionskapazität von jährlich etwa 2,5 Mrd. Schutzmasken aufgebaut werden.

Auch die Typ IIR, GmbH, Berlin, die auf Lüftungs- und Klimaanlagen spezialisiert ist, investierte rund 600.000 € in den Umbau der Produktions- und Verpackungsanlagen sowie in die umfangreichen Zertifizierungsmaßnahmen. Mithilfe des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie und der PIA Automation GmbH wurde in nur 6 Monaten eine vollautomatische Produktion für medizinische OP-Masken geplant, zertifiziert und realisiert. Die große Herausforderung bestand neben der Suche nach einer geeigneten Maschine und den Vorprodukten aus deutscher Produktion, vor allem in der Zertifizierung der OP-Masken vom Typ IIR. Inzwischen liegt die monatliche Kapazität bei ca. 600.000 Masken. Bisher wurden 3,5 Mill. Masken produziert, 500.000 Masken liegen momentan auf Lager.

Trotz intensiver Bemühungen konnte keine Zusammenarbeit zur Abnahme der Mundschutzmasken über das Bundesministerium für Gesundheit vereinbart werden.

Bei den öffentlichen Ausschreibungen zählt weiterhin der Preis. Die Herkunft, Qualität der Masken oder auch kurze Lieferketten durch regionale Vorprodukte oder Nachhaltigkeit sind entgegen der Aussagen von vor einem Jahr kein Kriterium.

 

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