DITF: Filter zur CO2-Eliminierung aus der Luf...
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Filter zur CO2-Eliminierung aus der Luft

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Der Klimaschutz stellt sowohl die Industrie als auch die Gesellschaft vor große Aufgaben. Auch weiterhin wird es unvermeidbare CO2-Emissionen geben, die dennoch kompensiert werden müssen. Das aktive Abtrennen von CO2 aus der Luft, sogenannte Direct-Air-Capture-Technologien, kann eine Lösung sein.

Bei diesen Verfahren werden spezielle Filter eingesetzt, mit denen sich CO2 aus der Atmosphäre entfernen lässt. Die Deutschen Instituten für Textil-und Faserforschung (DITF), Denkendorf, entwickeln im Rahmen eines Forschungsprojektes textile Materialien zur CO2-Abtrennung aus der Luft. CO2 kann auf diesem Wege längerfristig fixiert und damit dem Klimakreislauf dauerhaft entzogen werden. Oder es wird als Rohstoff für die Herstellung von CO2-neutralen Kohlenwasserstoffen genutzt.
Ein gemeinsames Forschungsprojekt des Zentrums für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, der DITF, des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und der Mercedes-Benz AG, Sindelfingen, hat das Ziel, eine verbesserte, hocheffiziente CO2-Abtrennung aus der Luft mittels gewebefixierter Amine zu verwirklichen. Das Verfahren soll in einem Demonstrator umgesetzt werden, der autark zu betreiben ist: Der Ressourcenverbrauch soll rein auf erneuerbarem Strom und Abwärme basieren, gedeckt aus Solarenergie oder Wärmepumpen. Durch die besondere Bauweise des Luftfilters wird, anders als bei bereits etablierten Verfahren, ein kontinuierlicher Betrieb der Anlage ermöglicht.
Innerhalb dieses auf 4 Jahre angelegten Verbundforschungsprojektes bringen sich die DITF mir ihrer langjährigen Expertise in der Entwicklung von cellulosebasierten Fasermaterialien ein. Sie werden als Filtermedium in dem Demonstrator eingesetzt.
Ausgehend von den Ergebnissen eines vorangegangenen Forschungsprojektes, in dem bereits ein Screening möglicher Verfahren zur CO2-Bereitstellung aus der Luft und der dafür eingesetzten sorbierenden Materialien durchgeführt worden ist, fiel die Wahl für das aktuelle Forschungsprojekt auf cellulosisches, faserbasiertes Material. Die Fasern für die Filter sollen ausgesponnen und chemisch so modifiziert werden, dass sie Amine an ihre Oberfläche koppeln. Die Amine sorgen für die temporäre Bindung des CO2 an das Filtermaterial.


 

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